Projektinfo Schutzbau

Bau eines Parkhauses mit Explosionsschutzkonstruktion

Bauvorhaben Bau der Explosionsschutzplatte; die Balken sind bereits betoniert. Die Stahlkonstruktion konnte ohne weitere Beeinflussung des Bauablauf errichtet werden.

 

 

 

 

Bau eines Parkhauses auf dem Gelände der Klinik "Stiftung Friedrichsheim" in Frankfurt / Main.

 

 

Auftraggeber
 

PAG Parkhaus AG, D-76189 Karlsruhe.

 

 

Auftrag SIGMA KARLSRUHE
 

Entwurf und Tragwerksplanung für eine Explosionsschutzkonstruktion.

 

 

Konstruktionsbeschreibung
 

Beim Neubau eines Parkhauses sollte ein gemauerter Entwässerungs- kanal überbaut werden. Seitens der Genehmigungsbehörden wurde verlangt, eine Explosion von Gasen im Kanal, z. B. Benzindampf- Luftgemisch als Folge eines Unfalls eines Tanklastfahrzeuges, in Rechnung zu stellen. Der zunächst vorgeschlagene Bau von Druck- entlastungsschächten beiderseits des Parkhauses hätte nach Ansicht des Bauherrn und der PAG zu Verzögerungen und erheblichen Mehr- kosten geführt. 

SIGMA KARLSRUHE hat als Alternative zu den Druckentlastungs- schächten die Ausführung einer lose auf dem Erdreich aufliegenden Schutzplatte vorgeschlagen, die in die Verkehrsfläche eingegliedert wird. Die Platte sollte separat gegründet werden und nicht mit dem Bauwerk verbunden sein. Im Unglücksfall könnte die Schutzplatte infolge des Explosionsdrucks angehoben werden und wieder zurück- fallen; die Standsicherheit des Parkhauses wäre nicht gefährdet.

In einer Studie wurden beide Maßnahmen gegenübergestellt und mit neuesten Ergebnissen der Schutzbauforschung konfrontiert. Die Genehmigungsbehörden stimmten daraufhin der Ausbildung einer ca. 190 qm großen und 250 to schweren Schutzplatte zu.

Die Schutzplatte wurde als Trägerrostkonstruktion ausgeführt. Die Bemessung von Platten und Balken erfolgte unter "Kapazitäts"- Gesichtspunkten.

 

 

Beteiligte SIGMA KARLSRUHE Mitarbeiter
 

Dipl.-Ing. Rolf Brückel und Dr.-Ing. Karl-Christian Fröhlich.

 

Externer Mitarbeiter:
Dipl.-Physiker Gerhard Gürke